Cornelius und das Jahr 2020

Cornelius Jahn 2019 (Archiv)

Das Jahr 2020 begann in Hamburg am Stützpunkt für Cornelius Jahn mit einem Trainingsplan und gesteckten Saisonzielen, wie der DJM, auf die er sich freute.
Im Januar ging es zu der SHSV-Meisterschaft der „Lange Strecken“ in Elmshorn. Auf den 800 m und 1500 m Freistil zeigte er mit Bestzeiten, dass sich sein enormer Trainingseinsatz lohnte.
Anfang März war ein großer Wettkampf in Dortmund und im Anschluss ein 14-tägiges Trainingslager auf Madeira geplant.
Bereits Ende Februar fiel aber die Entscheidung, nicht zu dem Wettkampf zu fahren. Der Grund waren die ersten Coronafälle in Deutschland.
Am 09.03. ging es dann nach Madeira. Leider währte die Freude und das Training nur kurz. Auch hier gab es täglich neue Einschränkungen und schließlich die Entscheidung, am 16.03. vorzeitig wieder zurück zu kehren.
Dies war der Zeitpunkt in dem es mit dem Training von 100% auf 0% ging.
Bis zum 15.06. hieß es auch für die Schwimmer vom Stützpunkt sich ausschließlich an Land fit zu halten.
Dann endlich durfte unter strengen Hygieneauflagen wieder mit dem Training begonnen werden. Die Halle wurde durch den Noteingang betreten und auch wieder verlassen, jeder hatte neben dem Becken einen abgegrenzten Bereich zum Umziehen und Erwärmen. Jeder Schwimmer hatte eine fest zugeteilte Bahn für sich. Duschen war dort nicht erlaubt. 
Um wieder auf den Trainingsstand von vor dem ersten Lockdown zu kommen wurde in den Sommerferien durchtrainiert.
Diverse Veranstaltungen wurden verschoben, Konzepte erarbeitet und dann doch abgesagt. Man hoffte, man zweifelte und man verzweifelte.
Am 22.08. durfte dann im Freibad in Elmshorn die SHSV-Sprintmeisterschaft 2020 als einer der wenigen Wettkämpfe stattfinden. Dank einer tollen Planung des Veranstalters und sehr disziplinierter Teilnehmer hat alles super geklappt.

(Foto: Claudia Jahn) SHVS-Sprintmeisterschaft 2020


Jeder Verein hatte sein abgegrenztes Feld auf dem Rasen. Abstände wurden eingehalten, man merkte allen an, wie sehr sie vermisst hatten einander zu sehen und sich miteinander zu messen. Es war wie das Wiedersehen einer großen Familie.
Auch hier konnte Cornelius zeigen, dass sich sein Trainingseinsatz bezahlt gemacht hat. Auch hier schwamm er Bestzeiten.
Leider gab es danach aber trotz aller Hoffnungen keine Chance auf die Austragung weiterer Wettkämpfe. Zwar gab es in Deutschland die eine oder andere Veranstaltung, aber die Trainer am Stützpunkt Hamburg Dulsberg zogen es vor, lieber kein gesundheitliches Risiko einzugehen.
Interne Trainingsgruppenvergleiche unter Wettkampfbedingungen wurden aber geschwommen, damit die Sportler mal sehen konnten, wo sie aktuell stehen würden.
Im Oktober wurde Cornelius zum 01.11.2020 in den DSV-Kader berufen. Das hat ihn sehr stolz gemacht.
Als Anfang November der Lockdown-Light in Deutschland einzog, hatte Cornelius durch seinen Bundeskaderstatus das große Glück, dass er fast normal weiter trainieren durfte.
Seine Wünsche für das Jahr 2021:
Gesund bleiben und endlich wieder Wettkämpfe schwimmen dürfen.

Cornelius und das Jahr 2020